Wie gelangt das Virus in`s Blut ?

HIV befindet sich vor allem im Blut und in der Samen- oder Scheidenflüssigkeit infizierter Menschen. Wenn diese stark virushaltigen Körperflüssigkeiten in die Blutbahn eines anderen Menschen eindringen, kann die Infektion weitergegeben werden.

 

In die Blutbahn gelangt das Virus direkt, zum Beispiel über die gemeinsame Benutzung der Spritzen von infizierten Drogenkonsumenten; über Schleimhäute (zum Beispiel im Mund, in der Scheide, an der Spitze des Penis oder im Enddarm), auch wenn keine spürbaren Verletzungen vorhanden sind. Verletzungen und Entzündungen der Schleimhäute (z.B. durch zusätzliche sexuell übertragene Infektionen) erhöhen das Risiko; nur sehr selten durch offene Wunden und Hautverletzungen (relevante Übertragungsmöglichkeiten bestehen hauptsächlich, wenn virusbehaftete Instrumente die Haut durchdringen)Kinder können durch ihre infizierten Mütter im Mutterleib, während der Geburt und beim Stillen angesteckt werden.

 

 

Wie lange überlebt HIV außerhalb des Körpers?

HIV kann, nach Umgebungsbedingungen, auch ausserhalb des Körpers seine Infektiosität tagelang behalten. Die Frage der Ansteckungsmöglichkeiten ist dies im Alltag aber meist wenig relevant, da es in der Regel keine geeignete Eintrittspforte für das Virus mehr besteht.

 

Dies gilt für Blut oder Sperma an Gegenständen. Sobald potentiell infektiöse Körperflüssigkeiten angetrocknet sind, besteht keine Möglichkeit einer Infektionsübertragung mehr.

 

Wenn Ejakulat allerdings in Scheide, Darm oder Mund aufgenommen wird, kann darin enthaltenes Virus natürlich eine Infektion verursachen. Auch wenn angetrocknetes Blut wieder in Lösung gebracht wird (z.B. bei Wiederverwendung einer gebrauchten Spritze) und aktiv in den Körper eingebracht (z.B. injiziert) wird, besteht ein Infektionsrisiko. Der blosse Hautkontakt, auch der flüchtige Kontakt mit verletzter Haut, erlaubt kein Eindringen des Virus in den Körper.

 

 

Die Botschaft, dass HIV ausserhalb des Körpers schnell "abstirbt" ist also eine der Realität nicht ganz gerecht werdende Vereinfachung eines etwas komplizierteren Sachverhaltes, zumal Viren ja keine Lebewesen mit eigenem Stoffwechsel sind. Viren "sterben" daher nicht, sondern können höchstens inaktiviert werden bzw. ihre Infektionsfähigkeit verlieren.

 

 

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